Höxter ist „motorradfreundlicher Kreis“

„Es ist für uns eine ganz besondere Ehre und vor allem eine schöne Wertschätzung der bisher geleisteten Arbeit.“ Landrat Friedhelm Spieker sprach der Motorrad Initiative Deutschland (MID) seinen Dank dafür aus, dass als erster Kreis in Deutschland überhaupt die Bikerregion Kulturland Kreis Höxter zum „motorradfreundlichen Kreis 2014“ gekürt worden ist.

„Dank unserer herrlichen Natur mit sanften Hügeln, malerischen Flusstälern und der Vielzahl an kurven- und abwechslungsreichen Landstraßen zählt das Kulturland Kreis Höxter längst zu den schönsten Motorradgebieten Deutschlands“, so Friedhelm Spieker. Die Auszeichnung durch die MID als Koordinierungsgremium der Motorrad-Interessenverbände in Deutschland zeige ihm, dass die Aktivitäten des Kreises Höxter auf dem Weg zur Bikerregion in der Szene ihre Anerkennung finde. „Gleichzeitig kann diese Ehrung sicher dazu beitragen, künftig noch mehr motorradfahrende Gäste von den Vorzügen der Bikerregion zu überzeugen.“

 Im Rahmen des 16. Hambacher Bikerfestes in Neustadt an der Weinstraße hatte Katja Krajewski von der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter die Urkunde entgegengenommen. Von der Jury gelobt wurde unter anderem der eigene Bereich der Homepage (www.bikerregion.de), der Bikern insgesamt elf Tourenvorschläge inklusive Kartenmaterial und den zugehörigen Daten für Navigationssysteme kostenfrei zur Verfügung stellt. „Von den Bikern selbst bekommen wir viele positive Rückmeldungen zu den umfangreichen Inhalten auf unserer Website sowie zur speziell für die Motorradfahrer entwickelten Broschüre“, berichtete Krajewski Landrat Spieker nun bei der Übergabe der Urkunde. „Zahlreiche touristische Betriebe haben Motorradfahrer inzwischen als Zielgruppe für ihre Arbeit identifiziert und tragen mit dazu bei, die Bikerregion attraktiv zu halten.“

Eine entscheidende Rolle bei der Auszeichnung als „motorradfreundlicher Kreis 2014“ spielte aber vor allem das besondere Engagement für die Sicherheit motorisierter Zweiradfahrer. So wird zusammen mit der Kreispolizeibehörde jährlich zum Saisonbeginn ein Motorradaktionstag veranstaltet. Neben geführten Ausfahrten, Brems- und Kurventrainings, Seh- und Reaktionstests werden Vorführungen über Sofortmaßnahmen am Unfallort sowie ein Sturztraining angeboten. „Unter dem Motto ‚Keiner kommt um, alle kommen an‘ wollen wir uns auf Augenhöhe mit den Fahrern unterhalten“, erläutert Anton Niggemann, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Höxter, das Erfolgsrezept.

Großen Eindruck bei der Motorrad Initiative Deutschland hat aber auch die Bereitschaft des Kreises Höxter hinterlassen, sich aktiv um eine motorradfreundliche Straßeninfrastruktur zu kümmern. So wurde an kritischen Stellen auf Kreisstraßen ein Unterfahrschutz montiert oder auch nicht erforderliche, aber für Motorradfahrer gefährliche, Schutzplanken entfernt. „Wir haben seit 2011 für den Unterfahrschutz 62.000 Euro investiert“, erläutert Michael Werner vom Kreis Höxter, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Planen, Bauen. Auch unkonventionelle Methoden werden beim Kreis Höxter eingesetzt: „Auf der Kreisstraße 60 zum Beispiel wird nach dem Abzweig von der Landesstraße 825 in Richtung Ovenhausen eine Schutzplanke entfernt und stattdessen ein natürlicher Erdwall angelegt.“

In der Urkunde heißt es:

Dieses Engagement für die Belange der Biker ist bundesweit beispielhaft. Im Namen aller Motorradfahrer bedanken wir uns beim Landrat des Kreises Höxter, Herrn Friedhelm Spieker, für das Engagement seiner Verwaltung, mit dem die Interessen des Kreises sowie der ortsansässigen Unternehmen und die Bedürfnisse der Motorradfahrer in Einklang gebracht werden.

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