Auf dem Jakobsweg durch die Klosterregion

Seit Jahren übt der Jakobsweg eine besondere Faszination auf die Menschen aus. Dieser mittelalterliche Pilgerweg nach Santiago de Compostela ist kein fest vorgeschriebener Weg, sondern vielmehr ein ausgestrecktes Wegenetz, das ganz Europa durchzieht.

Wer möchte, kann sich auch in der Klosterregion auf den Weg machen ...
... und vom ehemaligen Kloster Corvey aus über Brakel und Bad Driburg dem mit der Jakobsmuschel gekennzeichneten Pilgerweg durchgängig bis nach Santiago de Compostela folgen.

Wenn die Pilger aus dem Osten kommend den Kreis Höxter erreichen, haben sie die Magdeburger Börde durchquert und den Harzrand berührt. Sie sind durch den waldreichen Solling gestiegen bis sie bei Höxter die Weser überqueren.

Von hier aus führt der Weg über den Heiligenberg bei Ovenhausen mit der St. Michaels-Kapelle, in der seit dem 15. Jahrhundert die Mutter des heiligen Jakobus, Maria Salome, verehrt wird.

Klönstube/-café mit offener Bibliothek und Ausgabe des Pilgerstempels

Die Caritas-Konferenz St. Maria Salome Ovenhausen führt im dortigen Pfarrhaus eine gemütliche Klönstube. Jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr (Tel. 0151 15886844) sind hier Gäste herzlich willkommen. Kaffee, selbstgebackener Kuchen und Getränke werden zu kleinen Preisen angeboten. Die Bücher gibt es kostenlos. Darüber hinaus gibt es ein kleines Außencafé, ein Outdoor-Schachspiel und eine Boulebahn. (Der Schlüssel für die Schachfiguren und die Boulekugeln sind mittwochs in der Klönstube erhältlich)

Besonders auf den Besuch von Jakobspilgern, die auf ihrem Weg vom Heiligenberg direkt an den Mauern des Pfarrhauses in Ovenhausen vorbeikommen, freuen sich die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. In der Klönstube erhalten die Pilger auch ihren Stempel.

Darüber hinaus ist die Klönstube seit Dezember 2015 online und bietet allen Pilgern und Besuchern eine anonyme und kostenlose Kommunikation per W-LAN.

Die Caritas-Konferenz Ovenhausen ist mit ihrem Projekt „Klönstube“ am 01. August 2015 in Paderborn ausgezeichnet worden. Erzbischof Becker überreichte den 1. Platz des Pauline-von-Mallinckrodt-Preises 2015 im Rahmen der Caritas-Jahreskampagne „Stadt – Land – Zukunft“. 

Der Gutshof Hainhausen aus dem 19. Jahrhundert und die Schneekapelle kurz vor Brakel sind weitere Anziehungspunkte auf dem Weg durch die Klosterregion.
In Brakel, der ehemaligen Hansestadt am Hellweg, fühlen sich die Pilger seit jeher wohl, denn das historische Ambiente der Stadt heißt sie willkommen. Die Stadt ist eingebettet in die leicht hügelige Landschaft des Nethegaus mit seinen ausgedehnten Laub- und Mischwäldern. Von der Blütezeit der Hansezeit zeugt das Rathaus mit seinen gotischen Treppengiebeln. Die Alte Waage am Markt und die romanisch-gotische St. Michaelskirche sowie das heutige St. Vincenz-Hospital sind weitere Spuren aus längst vergangener Zeit.

Weiter führt der Weg die Jakobspilger nach Norden aus der Stadt. Ganz in der Nähe liegt die St. Annenkapelle, deren achtseitiger Barockbau von 1719 immer wieder Ziel von Prozessionen ist. Am Schäferhof trift der Pilgerweg auf den x 16. Der Weg führt überwiegend durch waldreiches Gebiet bis zur Emder Höhe.

Über Alhausen, den Geburtsort des berühmten Arzt und Dichters Friedrich Wilhelm Weber (Dreizehnlindenenepos) geht es weiter bis nach Bad Driburg. Über der Stadt thront weithin sichtbar die Iburg mit frühmittelalterlichen Wallanlagen, mittelalterlicher Burgruine und dem Kaiser-Karls-Turm.

Im weiteren Verlauf führt der Jakobsweg über Paderborn, Soest und Dortmund an den Rhein und weiter bis an das Grab des Apostels Jakobus d. Ä. in Nordspanien.

Machen Sie sich auf Ihren Weg!


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Etappe: Höxter - Brakel

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Etappe: Brakel - Bad Driburg

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Wegekennzeichnung Jakobsweg Schloss Corvey Museum Höxter-Corvey FG-Kapuziner-Brakel-2 FG-Minoriten-3
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