Tour 2: Märchen und Sagen
Märchen und Sagen gehören ebenso zum Weserbergland wie die malerischen Fachwerkorte, die historischen Burgen und Schlösser und natürlich die Weser.
Der Fluss, der einer ganzen Region den Namen verleiht, prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch die Menschen, die hier wohnen. Auch die Brüder Grimm ließen sich von der abwechslungsreichen und zauberhaften Flusslandschaft zu vielen ihrer berühmten Märchen und Sagen inspirieren – da verwundert es nicht, dass man den Märchenfiguren auch heute noch überall begegnen kann: im Wald, am Fluss und direkt neben der Straße. Überzeugen Sie sich selbst und erleben Sie die wunderbare Welt der Märchen.
Ausgangspunkt:
Bereits in Höxter können Sie den ersten märchenhaften Gestalten begegnen, die Sie von nun an nicht mehr loslassen werden: Wer kennt sie nicht, Hänsel und Gretel und natürlich die böse Hexe - die berühmten Märchenfiguren der Brüder Grimm. Sie begegnen Ihnen nicht nur am Hänsel und Gretel Brunnen, sondern auch am Höxteraner Märchensonntag (im Oktober). Auch Frau Holle hat dann ihren Auftritt und lässt aus einem
Fenster der malerischen Dechanei Bonbons in die Fußgängerzone schneien.
Von Höxter aus fahren Sie entlang der Weser in Richtung Süden: über Beverungen geht es kurvig hinauf nach Haarbrück und von dort über Langenthal und Herstelle wieder ins Tal der Weser. Auf dem Weg nach Bad Karlshafen sollten Sie einen Blick auf die andere Weserseite werfen: 80 Meter hoch thront der Weser-Skywalk an den Hannoverschen Klippen über dem Fluss. Über der zum Stadtgebiet gehörenden Klosterburgstadt Helmarshausen erwartet Sie die Krukenburg Ruine mit den sagenhaften Riesen Kruko, Trendula, Brama und Saba. Aber auch die Stadt Bad Karlshafen selbst mit dem Hugenottenmuseum, der Hafenanlage und den Kanalbauten lohnt einen Aufenthalt.
Weiter geht es durch den dichten Fichtenforst des Reinhardswaldes zur Sababurg – besser bekannt unter dem Namen »Dornröschen-Schloss«. Das Dornröschenschloss Sababurg wurde 1334 gegründet und zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Wohnsitz aufgegeben. Schnell verfiel die Schlossanlage in jenen wild romantischen Zustand, in dem der Volksmund schon im 19. Jahrhundert den Ort sah, an dem sich die Geschichte vom Dorn-röschen zugetragen haben muss.
Wieder zurück an der Weser kommen Sie schließlich nach Hann. Münden, wo die Flüsse Fulda und Werra sich zur Weser vereinigen. In der Stadt mit über 700 Fachwerkgebäuden aus sechs Jahrhunderten prakti-zierte einst der berühmteste Wanderarzt der Barockzeit, Dr. Eisenbart. Das Sterbehaus mit der Eisenbartfigur, die Grabplatte an der St. Aegidienkirche und das Glockenspiel mit Figurenumlauf erinnern an diesen Bürger der Stadt. Direkt nach der »Hochzeit« der beiden Quellflüsse wechseln Sie die Fahrtrichtung: von nun an geht es flussabwärts. Zunächst bis Hemeln, wo sich ein Blick auf die Gierseilfähre lohnt, die zur Fortbewegung die Strömung des zu überquerenden Flusses ausnutzt. Nach einem kurzen Abstecher in den Bramwald landen Sie bei Bursfelde wieder im Tal der Weser.
In der Gemeinde Oberweser begegnen Ihnen gleich mehrere Märchenfiguren: der gestiefelte Kater ist in Oberweser-Oedelsheim zu Hause und Schneewittchen und die sieben Zwerge symbolisieren Oberweser-Gieselwerder. Diese Märchengruppen erfreuen auch die Besucher der Freilichtausstellung »Mühlenplatz«. Hier können Sehenswürdigkeiten im Miniaturformat bestaunt werden: Wassermühlen, Burgen, Schlösser, Kirchen und Rathäuser sind originalgetreu im Maßstab 1:25 und 1:40 nachgebildet.
In Bodenfelde geht es vom Tal der Weser hinauf in den waldreichen Solling und durch allerlei Kurven wieder zurück nach Höxter.
Streckenverlauf:
Höxter • Fürstenberg • Beverungen • Haarbrück • Bad Karlshafen • Sababurg • Hann. -Münden • Hemeln • Varolsen • Bursfelde • Derental • Höxter
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