Tour 3: Rund um den Hermann

Als Hermann der Cherusker mitten im Teutoburger Wald die Spezialtruppen des römischen Feldherren Varus so nachdrücklich vernichtete, dass diese für immer die germanischen Wälder verließen.
Auf dieser Tour können Sie dem legendären Hermann (auch Arminius genannt) begegnen – und wer weiß, vielleicht können ja auch Sie (wie schon so manch einer vor Ihnen) noch heute das Seufzen der Römer vernehmen! Bevor Sie sich aber im Teutoburger Wald auf die Spuren des Hermann begeben, wartet mit dem Weserbergland noch eine weitere faszinierende deutsche Mittelgebirgslandschaft mit zahlreichen Ein- und Ausblicken auf Sie.
Ausgangspunkt:
Die Stadt Nieheim, heilklimatischer Kurort mit anerkannt Historischem Ortskern und markanten Fachwerkhäusern. Oder alternativ: Marienmünster mit dem staatlich anerkannten Luftkurort Vörden und altehrwürdiger Benediktinerabtei Marienmünster.
Bevor es losgeht, möchten wir Ihnen erst ein wenig Appetit machen. Nicht nur auf eine schöne Tour durch abwechslungsreiche Landschaften, sondern auch auf westfälische Köstlichkeiten. In Nieheim zeigt die Schaukäserei Menne, wie verschiedene Molkereiprodukte wie Kochkäse, Butter und Molke hergestellt werden. Der Produktion kann man vom Hofladen aus durch eine Glasfront zuschauen. Zudem eröffnete hier eine kulinarische Erlebniswelt mit Westfälischem Brot-, Schinken- und Biermuseum: das Culinarium.
Von Nieheim aus führt Sie die Tour in Richtung Weser, vorbei an Schloss Corvey (ehem. Benediktinerabtei aus dem Jahre 822) und schließlich flussabwärts in die Rühler Schweiz.
In Bodenwerder, Heimatstadt des Lügenbarons von Münchhausen, können Sie sich entweder ganz entspannt im Biergarten an der Weser-Anlegestelle zurücklehnen oder Sie lassen sich im Münchhausen-Museum in die phantastische und unglaubliche Welt des Lügenbarons einführen.
Von Bodenwerder geht es weiter auf die Ottensteiner Hochebene, vorbei an der Burg und dann in 13 engen Haarnadelkurven, die an eine Alpenpassabfahrt erinnern, 220 m hinab ins Tal der Weser. Die alten Lindenbäume an einer Seite der Straße sind der passende Rahmen für die atemberaubende Aussicht ins Wesertal, die sich dem Betrachter nach jeder Straßenbiegung ein wenig mehr öffnet. Kaum an der Weser angelangt, geht es auch schon wieder in die Höhe: hoch über dem Fluss erhebt sich die Burgruine Polle, das stolze und eindrucksvolle Anwesen des Grafen Everstein und zudem Heimat von Aschenputtel. Von hier genießt man einen beeindruckenden Ausblick auf das Weserbergland.
Über den Köterberg, dem bekannten Motorradtreff auf dem höchsten Aussichtspunkt der Region, geht es einmal quer durch das Kulturland Kreis Höxter bis nach Detmold. Hier im größten Freilichtmuseum in Deutschland werden mehr als 100 historische Originalbauten aus den verschiedenen westfälischen Regionen und die westfälische Kultur der letzten 500 Jahre präsentiert. In Detmold-Hiddesen erinnert das 53 m hohe und 42.800 kg schwere Hermannsdenkmal an die Varusschlacht. Mit seiner Höhe von fast 60 Metern überragt das Wahrzeichen des TeutoburgerWaldes die gesamte Region. Bei klarer Sicht eröffnet sich Ihnen ein beeindruckender Panoramablick auf die Ketten des Teutoburger Waldes. In Berlebeck können Sie die größte und älteste Greifvogelwarte Europas besichtigen: mehr als 180 Greifvögel aus über 50 Arten werden dort beherbergt.
Bei Horn-Bad Meinberg lohnen die Externsteine einen Besuch: die 13 bis zu 38 m hohen Sandsteinfelsen, die teilweise begehbar sind, gehören zu den bedeutendsten Kultur- und Naturdenkmälern der Region.
Streckenverlauf:
Nieheim • Höxter • Bevern • Reileifzen • Rühle • Bodenwerder • Ottenstein • Polle • Köterberg • Marienmünster • Schwalenberg • Schieder • Bad Meinberg • Detmold • Horn • Erpentrup • Nieheim
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