Tour 4: Klostertour
Seit dem Mittelalter prägt die große Anzahl der Klöster in den Kreisen Höxter und Paderborn die Region und ihre Bewohner.
Mit 41 Klöstern oder Klosterruinen, darunter Kultur- und Kunstdenkmäler internationalen Ranges, präsentiert sie sich ebenso abwechslungsreich wie eindrucksvoll: Ruinenromantik für den archäologisch Interessierten, alte Klöster in neuer Nutzung als Bildungs- und Erholungsstätte oder Museum, aber auch neue klösterliche Gemeinschaften prägen heute das Bild der Klosterregion. Diese Tour ist nicht nur eine Fahrt zu einer Auswahl an Klöstern, sondern auch eine Fahrt durch die landschaftliche Vielfalt ganz im Osten Westfalens: erfahren Sie eine Atmosphäre, in der man Geschichte atmen, Kultur erleben, Ruhe finden, den Geist erfrischen und die Seele baumeln lassen kann.
Ausgangspunkt:
Die Stadt Bad Driburg mit ihrer traditionellen Gastfreundschaft, lohnenden Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen. Oder alternativ: die Stadt Willebadessen mit geschichtsträchtigen Bauwerken, Wildgehege und Gewässer-ökologischem Erlebnispfad. Südlich von Bad Driburg liegt Neuenheerse, das bis heute von den Bauten des 868 gegründeten Kanonissenstifts geprägt ist: die ehemalige Stiftskirche, im Volksmund „Eggedom" genannt, überragt deutlich sichtbar den Ort. Sie ist die einzige nachweisbare romanische Säulenbasilika Westfalens. Das Abteigebäude gehört heute den Missionaren vom kostbaren Blut.
Das Bundesgolddorf Gehrden, am Osthang des Eggegebirges gelegen, ist v. a. bekannt durch sein Benediktinerinnen-Kloster, das nach der Auflösung im Jahr 1810 als Schloss um- und ausgebaut wurde und heute als Familienbildungsstätte genutzt wird. Die mehr als 800 Jahre alte katholische Pfarrkirche beherbergt das größte historische Glockengeläut Westfalens.
Das 1149 gegründete Benediktinerinnenkloster in Willebadessen ist heute ein Teil des Kur- und Skulpturenparks des Luftkurortes. Hier bieten sich gute Möglichkeiten für erholsame Spaziergänge mit reizvollen Perspektiven auf die historischen Gebäude.
Die alte Klosteranlage Hardehausen beeindruckt durch ihre Schönheit mit den mächtigen roten Dächern und handwerklichen Zeugnissen der Steinmetzkunst. Das 1140 gegründete Kloster ist die erste Niederlassung der Zisterzienser in Westfalen und beherbergt heute ein Jugendhaus des Erzbistums Paderborn sowie die katholische Landvolkshochschule Anton Heinen. Hier lohnt ein Abstecher zum Informationszentrum für Wald, Holz und Umwelt – dem Hammerhof sowie dem 88 ha großen Wisentgehege.
Über Blankenrode und Lichtenau erreichen Sie das ehemalige Augustiner-Kloster Dalheim, das zu den zahlreichen Klostergründungen des 12. und 13. Jahrhunderts im Bistum Paderborn gehört. Die Klosteranlage sowie die jährlichen Klostermärkte und das abwechslungsreiche kulturelle Angebot sind Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher. Sie fahren nun vorbei an der Aabach-Talsperre, die von einem herrlichen Waldgebiet umgeben ist, bis nach Büren. Hier bilden das 1728 fertig gestellte Jesuitenkolleg und die 1771 vollendete Jesuitenkirche (heute Gymnasium und Katholische Kirche) den baulichen Schwerpunkt der Stadt. Die barocke Kirche zählt zu den bedeutendsten Bauten jener Zeit im nordwestdeutschen Raum.
Weiter geht es zur einzigen Dreiecksburg Westdeutschlands, der Wewelsburg sowie dem 35 Meter hohen Eisenbahnviadukt Altenbeken. Dieser überspannt das Beketal in 24 Bögen und wurde 1853 vom Preußenköning Friedrich Wilhelm IV. eingeweiht.
Wieder im Kulturland Kreis Höxter ist die Silhouette der ehemaligen Benediktinerabtei Marienmünster mit den Doppeltürmen und der Barockhaube über dem achteckigen Vierungsturm schon von weitem sichtbar. Die 1128 gegründete Abtei zählt zu den wenigen fast vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Westfalen. Die barocke Kirche besitzt mit der von Johann Patroklus Möller gebauten Orgel ein berühmtes Meisterwerk westfälischer Orgelbaukunst.
In Höxter ist die ehemalige Benediktinerabtei aus dem Jahre 822 - heute Schloss Corvey - mit dem karolingischen Westwerk der Abteikirche und den barocken Konventsgebäuden immer einen Besuch wert. Neben dem Kreuzgang, der Äbtegalerie, dem prunkvollen Kaisersaal und der Bibliothek erwarten den Besucher interessante Wechselausstellungen. Hoffmann v. Fallersleben, der Dichter des Deutschlandliedes, ist hier begraben. Über den idyllischen Erholungsort Bellersen – mit u. a. zwei Schau-Destillen für Edelobstbrände und einer der größten Imkereien Deutschlands – sowie die Stadt Brakel, führt Sie die Tour zurück nach Bad Driburg..
Streckenverlauf:
Bad Driburg • Brakel • Bellersen • Corvey • Marienmünster • Nieheim • Altenbeken • Atteln • Wewelsburg • Büren • Aabach-Talsperre • Dalheim • Hardehausen • Willebadessen • Neuenheerse • Bad Driburg
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