Tour 7: Fachwerktour
Ausgangspunkt:
Starten können Sie diese Tour z.B. in Warburg. In der alten Hansestadt sind heute noch große Teile der mächtigen Stadtmauer, fünf Wehrtürme und zwei Stadttore vom Ende des 13. Jahrhunderts erhalten. Es gibt wohl keine zweite Stadt in Westfalen, die so viel gut erhaltene Fachwerkhäuser aufweisen kann wie Warburg. Auch das älteste schriftlich datierte Fachwerkhaus Westfalens, das Eckmännekenhaus, ist hier zu finden.
Von Warburg aus führt Sie diese Tour zunächst nach Haarbrück, wo Sie Don-Pepes-Kornhaus-Cafe erwartet. Immer wieder zirkeln Motorradfahrer die Serpentinen hoch, um auf 365 Metern Höhe im höchsten Café im Weserbergland eine Rast einzulegen.
In Beverungen, der früheren Ackerbürgerstadt in fachwerkbuntem Gepräge, erblicken Sie zum ersten Mal die Weser. Über jede Menge Kurven, von Bruchhausen über Ottbergen und Bosseborn, kommen Sie schließlich nach Höxter – der östlichsten Stadt in NRW. In der historischen Altstadt mit imponierenden Bauten aus mehreren Jahrhunderten begegnet Ihnen Geschichte auf Schritt und Tritt. Besonders eindrucksvoll ist der Baustil der Weserrenaissance: die mit Palmetten und Schnitzereien reich verzierten Bürgerhäuser und ehemaligen Adelshöfe zeugen in ihren immer unterschiedlichen Ausführungen vom Ideenreichtum und Geschick vergangener Zeiten.
Weiter geht die Tour kurvenreich in die Höhe: die Hannoverschen Klippen, eine fast 100 m hohe Buntsandsteinformation, bildet eine überaus imposante Erscheinung. Im Laufe der Jahrtausende hat die Weser hier ihr Flussbett tief in den Buntsandstein eingegraben, doch sieben steile Felsklippen, von denen eine ein Aussichtsplateau mit herrlichem Panoramablick bietet, haben dem Wasser getrotzt. Seit 1983 stehen die Hannoverschen Klippen unter Naturschutz.
Die nächsten Kurven führen Sie hinab in die Hugenottenstadt Bad Karlshafen. Von hier fahren Sie immer entlang der Weser bis nach Hemeln, wo Sie mit der Gierseilfähre über die Weser übersetzen können. Sollten Sie mal keine Lust auf eine Fährüberfahrt verspüren, können Sie auch östlich des Flusses bis nach Hann. Münden weiterfahren. In Hann. Münden, der Stadt, in der sich Fulda und Werra zur Weser vereinigen erwarten Sie über 700 Fachwerkhäuser aus sechs Jahrhunderten. Nicht umsonst wird die Stadt „Fachwerkjuwel des Weserberglandes“ genannt.
Haben Sie genug „Fachwerk-Geschichte“ geschnuppert, dann genießen Sie doch einfach die Weiterfahrt durch den Naturpark Habichtswald, den nördlichsten Zipfel des hessischen Berglandes. Schon seit 1962 wirkt der 474 km² große Naturpark wie ein Magnet auf Erholungssuchende aus Nah und Fern. In Zierenberg lohnt sich ein Bummel durch die Straßen um den Marktplatz mit den mit viel Liebe zum Detail restaurierten Fachwerkhäuser und den Resten der alten Stadtmauer. Unter anderem erwartet Sie hier auch das älteste noch erhaltene spätgotische Fachwerk-Rathaus Hessens.
Weiter geht die Fahrt nach Fritzlar mit rund 600 Jahren Fachwerkgeschichte in einem einmaligen Altstadtensemble. Kulturhistorische Bauwerke, uraltes Pflaster, mittelalterliche Gassen, ein Gepräge vergangener Jahrhunderte – so präsentiert sich Fritzlar, die Dom- und Kaiserstadt im kurhessischen Bergland seinen Besuchern. Ihnen steht der Sinn wieder mehr nach Natur? Wasser, Wald und Berge sind die Markenzeichen eines der größten Stauseen Europas. Mit einer Uferlänge von 69 km ist der Edersee ein wahres Paradies für Urlaubskapitäne und Wellenreiter.
Auf der Weiterfahrt nach Norden werden Sie noch viele herrliche Ein- und Ausblicke zu sehen bekommen. Besonders faszinierend ist beispielsweise auch die Einfahrt nach Warburg – die Stadtansicht vom Süden gehört zu den schönsten Westfalens.
Streckenverlauf:
Höxter • Fürstenberg • Bad Karlshafen • Hann. Münden • Zierenberg • Fritzlar • Edersee • Bad Arolsen • Volkmarsen • Warburg • Haarbrück • Beverungen • Bruchhausen • Höxter
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