Stippvisite im Zwergenreich
Stippvisite im Zwergenreich
Zwerge gelten in den Mythen der Germanen und den Märchen des Mittelalters als tüchtige Handwerker und Bergleute, die in unterirdischen Höhlen und Gängen Metalle abbauen und daraus Werkzeug, Waffen oder kostbarste Kleinode schmieden. Mit ein wenig Phantasie kann man sich an einem nebeligen Tag im Spätherbst gut vorstellen, dass sie in grauer Vorzeit auch in den Bleikuhlen bei Blankenrode tätig waren und dort nach begehrten Metallen wie Silber geschürft haben. Ein schönes Märchen – ganz im Geiste der Brüder Grimm!
Realität ist, dass bei Blankenrode über viele Jahrhunderte Bleierze und in einer letzten Abbauperiode Zinkerze, der sogenannte Galmei, gefördert wurden. Als Zeugnis des ehemaligen Bergbaus haben sich bis heute eine eindrucksvolle, etwa 500 m lange Grube und ausgedehnte Abraumhalden erhalten.
Das Westfälische Galmeiveilchen ist weltweit nur in Westfalen, und dort nur im Bereich der Bleikuhlen bei Blankenrode anzutreffen. Hier hat es einen konkurrenzarmen Lebensraum gefunden, wo andere Arten aufgrund des Schwermetallgehaltes im Boden nicht überleben können.
Ausflugstipp:
- Die Bleikuhlen liegen direkt am Eggeweg der Hermannshöhen. Auf der Etappe von Blankenrode nach Obermarsberg liegt es nach ca. 1 Kilometer linkerhand. Von Mai bis Oktober blüht dort das weltweit einzigartige und streng geschützte Westfälische Galmeiveilchen.
- Der Rundweg mit dem Pfad über den Schwermetallrasen hat eine Länge von 400 Metern.
Für die Tourenplanung:
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