Pressespiegel 2005
Bahnhofsmuseum gehört jetzt zum „Kulturland“
Landrat Backhaus übergab Schild an Hans – Josef Menke
Borgholz (wip). Als erstes Museum in Kreis Höxter ist das Bahnhofsmuseum
Borgholz mit dem offiziellen Logo „Kulturland Kreis Höxter“ ausgestattet worden.
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens übergab Landrat Hubertus Backhaus das
Schild an Museumsleiter Hans-Josef Menke. „Mit dem Logo Kulturland Kreis Höxter
werden bereits vielfältige landwirtschaftliche und handwerkliche Produkte sowie
Dienstleistungen vermarktet. Nun werden auch die Museen des Kreises Höxter in
dieses Konzept integriert“, erläuterte Landrat Hubertus Backhaus bei der
feierlichen Übergabe. Der Chef der Kreisverwaltung gratulierte gleichzeitig zum
15-jährigen Bestehen des Bahnhofmuseums. Bürgermeister Bernhard Temme schloss
sich den Glückwünschen an und wies auf die hohen Besucherzahlen des „liebevoll
hergerichteten und erhaltenen Museums“ hin. Nach der Einstellung des
Personenverkehrs hatte Erich Menke 1984 das Bahnhofsgebäude gekauft und in
mühevoller Arbeit zu einem Bahnhofsmuseum umgewandelt. Im Jahr 2000 wurde er für
die Erhaltung des Bahnhofs als Museum und seine langjährige Tätigkeit in der
Heimatpflege mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Inzwischen hat sein
Sohn Hans-Josef Menke die Leitung übernommen. Leider konnte Erich Menke aus
gesundheitlichen Gründen an der Übergabe des „Kulturlandlogos“ nicht teilnehmen.
Zu sehen sind in und um das Museum herum unter anderem eine Draisine, ein
funktionsfähiges Stellwerk, alte Bahn-Uniformen und Utensilien sowie etliche
Bilder. Derzeit können auch Exponate der Ausstellung der Kulturgemeinschaft
Ottbergen „Die Eisenbahn und das Dorf Ottbergen im Wandel der Zeit“ mit Bildern,
Plänen und Texten in einem Wagon besichtigt werden. Diese Präsentation
verwirklichte Hans-Josef Menke in enger Zusammenarbeit mit Bernhard Scheideler
von der Kulturgemeinschaft Ottbergen. „Dieses Museum beweist einmal mehr, dass
durch Eigeninitiative, mit Fleiß, Begeisterung, Ausdauer, viel Liebe zum Detail
und sicherlich einer gehörigen Portion Stehvermögen ein Stück Dorfgeschichte
lebendig erhalten werden kann“, lobte Scheideler die Initiative von Vater und
Sohn Menke.
Westfalen-Blatt, Mai 2005
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