Pressespiegel 2005
Eine Portion Heimat schmecken
Erzeuger aus der Region präsentieren ihre Produkte beim 17. Erntedankmarkt
in der Warburger Stadthalle
Warburg. Reinhold Rohn zeigt, wie süß Warburg schmeckt. Denn der Zucker für
seine lecker – klebrige Zuckerwatte auf dem Erntedankmarkt stammt natürlich aus
der Region. Wie der duftende Käse, das gold-gelbe Brot, die deftige Wurst. Alles
von nebenan, selbstgemacht. Doch der Star auf dem 17. Erntedankmarkt – passend
zum Protest gegen die geplanten Richtlinien der Europäischen Union – war die
Zuckerrübe. So schmeichelten Bürgermeister Michael Stickeln und Wilhelm Dietzel,
hessischer Umweltminister und Schirmherr der 57. Oktoberwoche, der Rübe im Chor:
„Der Erntedankmarkt ist eine Widmung an die Königin der Ackerfrüchte“, meinte
Stickeln. Dietzel stimmte ihm zu und schoss scharf in Richtung Brüssel: „Tausend
Existenzen werden hier vernichtet – und in Südamerika zehn Familien stinkreich.“
Das angenehme Tagesgeschäft wartete anschließend auf die Politiker. Mit
leuchtenden Augen probierten sie die selbst gemachte Marmelade. „Hmm, das ist
lecker“, schmeckte es Stickeln offensichtlich bestens. Der griff dann gleich
auch noch zur Zuckerwatte am Stand nebenan. Heidi Deichmann ist zum ersten Mal
beim Warburger Erntedankmarkt. „Ein paar Meter musste ich fahren“, erzählte die
Frau, „ich bin nur hierfür aus Bad Karlshafen gekommen.“ Bis dorthin hat sich
der gute Ruf des Traditions-Markts rumgesprochen: „Ich habe schon so oft gehört,
dass es hier sehr schön sein soll“, meint Deichmann. Udo Gehrendes ist der
gleichen Meinung: „Mir ist es wichtig, dass die Produkte aus der Region kommen“,
so der Peckelsheimer. Lässig zieht Heiner Koch einen dicken Fisch aus dem Netz.
Der Ossendorfer, der mit seiner Fischfarm – Bude vor der Stadthalle steh, hat
ein kleines Becken aufgestellt – das Specktakel im Wasser ist die Kinder –
Attraktion. Für Koch ist dieser noch in einer anderen Hinsicht ein besonderer.
Aus den Händen von Franziska Meinersmann erhielt er das bekannte Schild
„Kulturland Kreis Höxter“ – eine Auszeichnung für den Fischfarmer. Für Berthold
Henke und Michael Hornoff hingegen war die Nacht zum Sonntag kurz. Schließlich
sollte ihr Brot am Stand der Bäckerei – Innung Höxter – Warburg zum
Erntedankmarkt frisch sein. Die Bäckermeister bieten zudem etwas fürs Auge: Ihre
Brotwaren sind kunstvoll verziert, beschriftet – oder sehen einfach so aus, wie
Brot aussehen muss. Gold – gelb. Außen knusprig. Innen gerne auch mal süß. Egal,
für welchen Geschmack – immer steckt eine große Portion Heimat dahinter.
Neue Westfälische, Oktober 2005
Regionalmarketing Kulturland Kreis Höxter · Der Landrat · Moltkestrasse 12 · 37671 Höxter
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