Pressespiegel 2006
Trockenes Holz wurde knapp
Logo „Kulturland Kreis Höxter“ an sechs Betriebe übergeben
Sechs Brennholzhändler aus dem Kreis Höxter sind am Mittwochabend im
Waldinformationszentrum Hammerhof in Scherfede mit dem Logo „Kulturland Kreis
Höxter“ ausgezeichnet worden. Landrat Hubertus Backhaus überreichte den
Firmenvertretern die großformatigen Schilder.
Die neuen Partnerbetriebe im Kulturland sind die Unternehmen Diether Vogt aus
Brakel, Brennholz Böddeker aus Steinheim, Bernhard und Christian Frewer aus
Herstelle, Ralf Möller aus Steinheim, Wolfgang Potthast aus Bredenborn und
Gochel aus Bökendorf.
All diese Firmen haben sich zur Einhaltung bestimmter Produktionskriterien
verpflichtet. Die Betriebe, die fertig gesägte und abgelagerte Scheite bis vor
die Haustür liefern, wollen den überwiegenden Teil ihres Holzes (65 Prozent) im
Kreis Höxter erwerben, verarbeiten und vermarkten. Außerdem sind die Unternehmer
die Verpflichtung eingegangen, nur trockenes Holz zu verkaufen, das einen
Wassergehalt von unter 20 Prozent aufweist. Für die unmittelbare Trocknung des
Holzes wollen die Betriebe keine fossilen Energien wie Öl und Gas einsetzen und
nur in für den Kunden nachvollziehbaren Mengenangaben liefern.
Mit dem Eintritt in das Regionalmarketing Kulturland Kreis Höxter, das auch für
andere Holzhändler aus der Region offen ist, wollen die Firmen und der Kreis ein
Zeichen setzen. „Die Unternehmen zeigen damit, dass die Produktionskriterien und
die Produkte einwandfrei sind“, sagte Landrat Hubertus Backhaus. Absetzen
wollen sich die Firmen vor allem von Brennholzhändlern im Nebenerwerb, die den
Markt mit minderwertigem Holz zum Dumpingpreisen überschwemmen würden, hieß es
bei der Logo-Übergabe.
Das Heizen mit Holz erlebt seit einigen Jahren im Kreis Höxter einen
regelrechten Boom, berichtet auch Ernst-Heinrich Uber, Leiter des staatlichen
Forstamtes Bad Driburg. Die Menge des verkauften Brennholzes sei um den Faktor
zehn gestiegen, so seine Beobachtung. Grund ist neben den ständig steigenden
Preisen für Gas und Öl auch ein stärkeres Bewusstsein in der Bevölkerung für ein
umweltbewusstes Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen.
Dass das Brennholz im Kreis Höxter knapp werden könnte, sei zunächst nicht zu
befürchten. In den Wäldern der Region wachse Holz, mit dem noch 15.000 Haushalte
zusätzlich geheizt werden könnten.
Dass es saisonal jedoch eng werden kann, haben die Holzhändler im Kreis in
diesem Winter erfahren. Bei anhaltenden Minustemperaturen gibt es bei ihnen seit
einiger Zeit kein abgelagertes Brennholz mehr.
Westfalen-Blatt, März 2006
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