Pressespiegel 2008
Neun Fragen an das Team vom Regionalmarketing /
Unternehmen im Kreis können mitmachen
"Wir sind auf dem richtigen Weg"
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Ansprechpartner des Regionalmarketings sind: Elke Kepper
(Dipl.-Verwaltungswirtin, seit 2005 zuständig für das Regionalmarketing)
und |
Höxteraner Wirtschaft: Was bedeutet Regionalmarketing Kulturland Kreis Höxter
und welche Ziele verbinden Sie damit?
Elke Kepper: Regionale Kreisläufe stärken, ländliche Strukturen und
Arbeitsplätze erhalten – mit diesen Zielen wurde im Jahr 2000 das
Regionalmarketing-Projekt an den Start gebracht. Die Dachmarke „Kulturland Kreis
Höxter" ist seitdem sowohl Erkennungszeichen des Kreises Höxter als auch ein
Markenlogo, unter dem zahlreiche Betriebe ihre qualitativ hochwertigen Produkte
und Dienstleistungen vermarkten. Wichtig ist uns, die Verbraucher über die
Herkunft und Produktion regionaler Erzeugnisse zu informieren und das
Regionalbewusstsein zu stärken. Durch zahlreiche Marketingmaßnahmen ist es uns
gelungen, die Bekanntheit der Dachmarke in der Bevölkerung zu erhöhen und die
Anzahl der in die Regionalmarketing-Initiative eingebundenen Betriebe zu
vergrößern.
HW: Was bedeutet das Markenzeichen „Kulturland" eigentlich und wofür steht es?
Christian Thomalla: Das Logo stellt einen Apfel dar - mit Stiel und Blatt im
oberen und Blütennarbe des Apfels im unteren Bereich. Die geschwungene Linie in
Orange symbolisiert die hügelige Landschaft unserer Region, die blaue Linie
unsere vielen Flüsse und Bäche von der Diemel bis zur Weser. Das Logo steht für
regionale, nachvollziehbare Herkunft der Produkte und Dienstleistungen aus dem
Kreis Höxter.
HW: Was für Betriebe machen mit?
Kepper: Es sind überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen, die sich
dem Regionalmarketing anschließen. Vertreten sind Bäcker, Fleischer,
Gastronomen, Fischzüchter, Getränkehersteller und Handwerksbetriebe wie
Tischler, Metallbauer und Holzverarbeiter. Auch viele Gärtnereien, Handels- und
Dienstleistungsunternehmen, Hotels, Pensionen etc. machen bei uns mit. Eines
verbindet die Betriebe: Alle sind im Kreis Höxter angesiedelt.
HW: Wer kann mitmachen?
Thomalla: Mitmachen können zunächst einmal alle Bürgerinnen und Bürger. Wer
heimische Produkte kauft, stärkt die Region und hilft Arbeitsplätze zu sichern.
Durch ihren Einkauf können die Bürger auch direkt dazu beitragen, z.B. die
Bäckerei oder die Fleischerei im Dorf zu erhalten. Wir alle können so einen
wichtigen Beitrag zum Erhalt der dörflichen Strukturen leisten. In unserer
Heimat gibt es qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen. Im Sinne der
Nachhaltigkeit müssen wir auch an die Transportwege denken. Praktisch alle
Produkte gibt es bei uns im Kulturland Kreis Höxter zu kaufen. Wer vor Ort
kauft, spart Benzin und schont die Umwelt.
Viele Betriebe in der Region machen schon mit. Wir freuen uns über jeden
weiteren Partnerbetrieb. Wer mitmachen möchte, kann sich direkt an uns wenden.
Alle wichtigen Informationen gibt es auch im Internet unter www.kulturland.org.
Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist der Förderverein Regionalmarketing, der
uns seit Jahren finanziell und bei Aktivitäten und Maßnahmen auch personell
unterstützt. Mit einem jährlichen Beitrag von 15 Euro leisten die Mitglieder des
Fördervereins einen wichtigen Beitrag für die Region. Mitmachen können alle, die
das Regionalmarketing nach vorne bringen und ihre Heimat nachhaltig stärken
möchten.
HW: Welche Vorteile hat ein Unternehmen durch die Mitgliedschaft?
Kepper: Für eine Jahresgebühr von netto 100 Euro wird den Partnerbetrieben
einiges geboten. Zunächst einmal bekommen Partnerbetriebe ein Startpaket. Dieses
Startpaket beinhaltet neben dem Schild mit dem Kulturland-Logo, das die
Geschäftsräume der Betriebe kennzeichnet, eine Grundausstattung an Werbematerial
des Regionalmarketings wie Aufkleber, Faltblätter etc.
Gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben präsentieren wir regionale Produkte und
Dienstleistungen aus dem Kulturland Kreis Höxter auf regionalen Veranstaltungen.
So kommen wir mit den Endverbrauchern direkt ins Gespräch und können sie von
hochwertigen Produkten und Dienstleistungen unserer Partnerbetriebe überzeugen.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass immer mehr Verbraucher auf die Herkunft der
Produkte achten und die Qualität heimischer Produkte und Dienstleistungen zu
schätzen wissen. Genau das ist die große Chance für die Unternehmen im Kreis
Höxter. Die Kundenwünsche nach Produkten aus der eigenen Region haben zugenommen
und werden weiter zunehmen. Partnerbetriebe können mit dem Kulturland-Logo
werben und ihren Kunden signalisieren, dass sie auf Dienstleistungen und
Produkte aus der Region vertrauen können.
HW: Welche weiteren Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit können die
Betriebe für sich nutzen?
Kepper: Alle Partnerbetriebe sind auf der Internetseite des Regionalmarketings
aufgeführt und sollen dort auch demnächst ausführlich vorgestellt werden. Die
Öffentlichkeitsarbeit hat eine große Bedeutung für unsere Partnerbetriebe.
Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt oftmals die Zeit, das
Geld oder das Personal, um sich eigenständig auf Veranstaltungen zu
präsentieren, Anzeigen zu schalten oder Werbematerial zu erstellen. Hier helfen
wir weiter und versuchen gemeinsam günstige Lösungen zu finden. Wir veranstalten
branchenspezifische Treffen. Dort können sich die Unternehmerinnen und
Unternehmer austauschen, voneinander lernen und Netzwerke bilden. So haben sich
z.B. unsere Gastronomiebetriebe verpflichtet, verstärkt regionale Getränke und
Gerichte mit regionalen Produkten anzubieten. Das kommt sehr gut an.
HW: Sind Sie auch auf Veranstaltungen vertreten?
Thomalla: Ja, denn die Veranstaltungen bieten eine hervorragende Plattform, um
mit dem Endverbraucher persönlich ins Gespräch zu kommen. Wir haben so die
Möglichkeit, die Produkte und Dienstleistungen unserer Partnerbetriebe
vorzustellen und die Ideen des Regionalmarketings zu erläutern. In diesem Jahr
präsentieren wir unsere Betriebe auf dem Tag der Regionen, beim Brauerei- und
Hoffest in Rheder, beim 50-jährigen Jubiläum des Wisentgeheges in Hardehausen,
beim 6. Deutschen Käsemarkt in Nieheim, beim Kreisfest in Rheder und beim
Stiftsmarkt in Neuenheerse, um einige zu nennen. Anfang des Jahres haben wir auf
der Internationalen Grünen Woche in Berlin erfolgreich für unsere Region
geworben.
HW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Regionalmarketings?
Kepper: Vor allem wünsche ich mir, dass wir noch mehr Bürgerinnen und Bürger für
die gute Idee des Regionalmarketings gewinnen, um die verlässliche Qualität
heimischer Produkte und die Arbeitsplätze in heimischen Betrieben zu sichern.
Außerdem wünsche ich mir, dass wir uns in Zukunft noch intensiver um die
Anliegen der Betriebe kümmern und im Rahmen unserer Möglichkeiten die Wünsche
der Betriebe erfüllen können.
HW: Wie ist die Resonanz auf die Regionalmarketing-Initiative?
Thomalla: Sehr gut. Wir freuen uns über das wachsende Regionalbewusstsein. Die
Menschen, mit denen wir auf Messen und Veranstaltungen ins Gespräch kommen, sind
schnell von der guten Sache überzeugt. Die Bürgerinnen und Bürger wollen ihre
Betriebe in der Region stärken, sie wollen, dass die Arbeitsplätze in der Region
erhalten bleiben, sie wollen wissen, was in den Produkten drin ist und woher sie
kommen. Wir freuen uns auch über die wachsende Zahl der Partnerbetriebe, die
sich seit 2004 auf insgesamt 96 Firmen mehr als verdoppelt hat. Das zeigt: Wir
sind auf dem richtigen Weg – aber längst noch nicht angekommen.
HW, 03/2008
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