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Kulturland Kreis Höxter
Regionalmarketing
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Pressespiegel 2008

Neun Fragen an das Team vom Regionalmarketing / Unternehmen im Kreis können mitmachen
"Wir sind auf dem richtigen Weg"

Höxter (HW). Höxter. Mit dem Projekt „Regionalmarketing Kulturland Kreis Höxter“ wurde im Jahr 2000 das Fundament für eine nachhaltige Strategie zur Vermarktung der Produkte und Dienstleistungen aus dem Kreis Höxter gesetzt. „Kulturland Kreis Höxter“ ist Erkennungszeichen des Kreises Höxter und aller Kreisaktivitäten und auch eine Marke, die Partnerbetriebe für ihre Werbe- und Marketingmaßnahmen nutzen. Beim Kreis Höxter sind die Diplom-Verwaltungswirtin Elke Kepper und der Tourismusfachwirt Christian Thomalla die Ansprechpartner für das Thema Regionalmarketing. Die Höxteraner Wirtschaft befragte beide zu aktuellen Themen.
 
 

 

 

 

Ansprechpartner des Regionalmarketings sind: Elke Kepper (Dipl.-Verwaltungswirtin, seit 2005 zuständig für das Regionalmarketing) und
Christian Thomalla (Tourismusfachwirt (IHK), seit 2006 zuständig für das Regionalmarketing).


Höxteraner Wirtschaft: Was bedeutet Regionalmarketing Kulturland Kreis Höxter und welche Ziele verbinden Sie damit?
Elke Kepper: Regionale Kreisläufe stärken, ländliche Strukturen und Arbeitsplätze erhalten – mit diesen Zielen wurde im Jahr 2000 das Regionalmarketing-Projekt an den Start gebracht. Die Dachmarke „Kulturland Kreis Höxter" ist seitdem sowohl Erkennungszeichen des Kreises Höxter als auch ein Markenlogo, unter dem zahlreiche Betriebe ihre qualitativ hochwertigen Produkte und Dienstleistungen vermarkten. Wichtig ist uns, die Verbraucher über die Herkunft und Produktion regionaler Erzeugnisse zu informieren und das Regionalbewusstsein zu stärken. Durch zahlreiche Marketingmaßnahmen ist es uns gelungen, die Bekanntheit der Dachmarke in der Bevölkerung zu erhöhen und die Anzahl der in die Regionalmarketing-Initiative eingebundenen Betriebe zu vergrößern.

HW: Was bedeutet das Markenzeichen „Kulturland" eigentlich und wofür steht es?
Christian Thomalla: Das Logo stellt einen Apfel dar - mit Stiel und Blatt im oberen und Blütennarbe des Apfels im unteren Bereich. Die geschwungene Linie in Orange symbolisiert die hügelige Landschaft unserer Region, die blaue Linie unsere vielen Flüsse und Bäche von der Diemel bis zur Weser. Das Logo steht für regionale, nachvollziehbare Herkunft der Produkte und Dienstleistungen aus dem Kreis Höxter.

HW: Was für Betriebe machen mit?
Kepper: Es sind überwiegend kleine und mittelständische Unternehmen, die sich dem Regionalmarketing anschließen. Vertreten sind Bäcker, Fleischer, Gastronomen, Fischzüchter, Getränkehersteller und Handwerksbetriebe wie Tischler, Metallbauer und Holzverarbeiter. Auch viele Gärtnereien, Handels- und Dienstleistungsunternehmen, Hotels, Pensionen etc. machen bei uns mit. Eines verbindet die Betriebe: Alle sind im Kreis Höxter angesiedelt.

HW: Wer kann mitmachen?
Thomalla: Mitmachen können zunächst einmal alle Bürgerinnen und Bürger. Wer heimische Produkte kauft, stärkt die Region und hilft Arbeitsplätze zu sichern. Durch ihren Einkauf können die Bürger auch direkt dazu beitragen, z.B. die Bäckerei oder die Fleischerei im Dorf zu erhalten. Wir alle können so einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der dörflichen Strukturen leisten. In unserer Heimat gibt es qualitativ hochwertige Produkte zu fairen Preisen. Im Sinne der Nachhaltigkeit müssen wir auch an die Transportwege denken. Praktisch alle Produkte gibt es bei uns im Kulturland Kreis Höxter zu kaufen. Wer vor Ort kauft, spart Benzin und schont die Umwelt.
Viele Betriebe in der Region machen schon mit. Wir freuen uns über jeden weiteren Partnerbetrieb. Wer mitmachen möchte, kann sich direkt an uns wenden. Alle wichtigen Informationen gibt es auch im Internet unter www.kulturland.org. Eine wichtige Säule unserer Arbeit ist der Förderverein Regionalmarketing, der uns seit Jahren finanziell und bei Aktivitäten und Maßnahmen auch personell unterstützt. Mit einem jährlichen Beitrag von 15 Euro leisten die Mitglieder des Fördervereins einen wichtigen Beitrag für die Region. Mitmachen können alle, die das Regionalmarketing nach vorne bringen und ihre Heimat nachhaltig stärken möchten.

HW: Welche Vorteile hat ein Unternehmen durch die Mitgliedschaft?
Kepper: Für eine Jahresgebühr von netto 100 Euro wird den Partnerbetrieben einiges geboten. Zunächst einmal bekommen Partnerbetriebe ein Startpaket. Dieses Startpaket beinhaltet neben dem Schild mit dem Kulturland-Logo, das die Geschäftsräume der Betriebe kennzeichnet, eine Grundausstattung an Werbematerial des Regionalmarketings wie Aufkleber, Faltblätter etc.
Gemeinsam mit unseren Partnerbetrieben präsentieren wir regionale Produkte und Dienstleistungen aus dem Kulturland Kreis Höxter auf regionalen Veranstaltungen. So kommen wir mit den Endverbrauchern direkt ins Gespräch und können sie von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen unserer Partnerbetriebe überzeugen. Unsere Erfahrungen zeigen, dass immer mehr Verbraucher auf die Herkunft der Produkte achten und die Qualität heimischer Produkte und Dienstleistungen zu schätzen wissen. Genau das ist die große Chance für die Unternehmen im Kreis Höxter. Die Kundenwünsche nach Produkten aus der eigenen Region haben zugenommen und werden weiter zunehmen. Partnerbetriebe können mit dem Kulturland-Logo werben und ihren Kunden signalisieren, dass sie auf Dienstleistungen und Produkte aus der Region vertrauen können.

HW: Welche weiteren Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit können die Betriebe für sich nutzen?
Kepper: Alle Partnerbetriebe sind auf der Internetseite des Regionalmarketings aufgeführt und sollen dort auch demnächst ausführlich vorgestellt werden. Die Öffentlichkeitsarbeit hat eine große Bedeutung für unsere Partnerbetriebe. Besonders kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt oftmals die Zeit, das Geld oder das Personal, um sich eigenständig auf Veranstaltungen zu präsentieren, Anzeigen zu schalten oder Werbematerial zu erstellen. Hier helfen wir weiter und versuchen gemeinsam günstige Lösungen zu finden. Wir veranstalten branchenspezifische Treffen. Dort können sich die Unternehmerinnen und Unternehmer austauschen, voneinander lernen und Netzwerke bilden. So haben sich z.B. unsere Gastronomiebetriebe verpflichtet, verstärkt regionale Getränke und Gerichte mit regionalen Produkten anzubieten. Das kommt sehr gut an.

HW: Sind Sie auch auf Veranstaltungen vertreten?
Thomalla: Ja, denn die Veranstaltungen bieten eine hervorragende Plattform, um mit dem Endverbraucher persönlich ins Gespräch zu kommen. Wir haben so die Möglichkeit, die Produkte und Dienstleistungen unserer Partnerbetriebe vorzustellen und die Ideen des Regionalmarketings zu erläutern. In diesem Jahr präsentieren wir unsere Betriebe auf dem Tag der Regionen, beim Brauerei- und Hoffest in Rheder, beim 50-jährigen Jubiläum des Wisentgeheges in Hardehausen, beim 6. Deutschen Käsemarkt in Nieheim, beim Kreisfest in Rheder und beim Stiftsmarkt in Neuenheerse, um einige zu nennen. Anfang des Jahres haben wir auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin erfolgreich für unsere Region geworben.

HW: Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Regionalmarketings?
Kepper: Vor allem wünsche ich mir, dass wir noch mehr Bürgerinnen und Bürger für die gute Idee des Regionalmarketings gewinnen, um die verlässliche Qualität heimischer Produkte und die Arbeitsplätze in heimischen Betrieben zu sichern. Außerdem wünsche ich mir, dass wir uns in Zukunft noch intensiver um die Anliegen der Betriebe kümmern und im Rahmen unserer Möglichkeiten die Wünsche der Betriebe erfüllen können.

HW: Wie ist die Resonanz auf die Regionalmarketing-Initiative?
Thomalla: Sehr gut. Wir freuen uns über das wachsende Regionalbewusstsein. Die Menschen, mit denen wir auf Messen und Veranstaltungen ins Gespräch kommen, sind schnell von der guten Sache überzeugt. Die Bürgerinnen und Bürger wollen ihre Betriebe in der Region stärken, sie wollen, dass die Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben, sie wollen wissen, was in den Produkten drin ist und woher sie kommen. Wir freuen uns auch über die wachsende Zahl der Partnerbetriebe, die sich seit 2004 auf insgesamt 96 Firmen mehr als verdoppelt hat. Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg – aber längst noch nicht angekommen.
 

HW, 03/2008


 


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