Lieblingstour einer Burgherrin

Länge: 187 km
Ausgangspunkt: Tonenburg, Thonenburg 1, 37671 Höxter
Koordinaten: GPS 51.81472, 9.40326

Vor wenigen Jahren hat Sie gemeinsam mit Ihrem Mann die Tonenburg übernommen und nun ist sie „Burgherrin“: Gesine Kramer. Die Tour „Kurven, Kirschen und Kanonen“ ist eine ihrer Lieblingstouren, weil sie all das kombiniert, was Motorradfahren in der Bikerregion ausmacht: die Weitläufigkeit der Landschaft, die Ruhe auf den Straßen, viele beschauliche Dörfer und natürlich auch die Kurven und Hügel.

Los geht‘s an der Tonenburg, einst eine trutzige, mittelalterliche Wehranlage der ehemaligen Reichsabtei des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes Corvey. Welche Funktion wohl die Kanone vor dem Turm hatte?

Die Tour führt euch über die Weser, vorbei am Weserrenaissance-Schloss Bevern und schon seit ihr mitten drin: in der Rühler Schweiz. Links und rechts der Kurven erwarten euch hier zahlreiche Kirschplantagen – besonders zur Zeit der Kirschblüte ist diese Fahrt ein wahrer Genuss für alle Sinne.

Von hier ist es auch nicht weit bis Bodenwerder, wo euch am Eingang des Münchhausen-Museums der "Lügenbaron" auf der Kanonenkugel begrüßt. Vielleicht einen kleinen Abstecher wert?

In Polle heißt es dann erstmal Motor aus und mit Blick auf die Burgruine warten auf die Fähre, die euch auf die andere Weserseite bringen wird. Kurz nach Polle biegt ihr rechts auf die aussichtsreiche Nebenstrecke in Richtung Bad Pyrmont ab, der ihr ein kurzes Stück folgt – bevor es wieder hinunter zur Weser geht. Und was dann kommt, ist ein ganz besonderes Schmankerl: die engsten Serpentinen Niedersachsens. Nachgeprüft haben wir die These nicht, aber wir glauben’s einfach mal. Denn die 13 Haarnadelkurven hinauf auf die Ottensteiner Hochfläche und der Blick ins Wesertal sind einfach zu schön. Auch der folgende Streckenabschnitt bis Bad Pyrmont ist Genussbiken pur.

Kurz nach Bad Pyrmont – mit Schloss und Palmengarten – kommt ihr in die Osterräderstadt Lügde. Von hier ist es nur ein kleines Stück bis zum SchiederSee , einem Stausee an der Emmer mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Auch die historische Altstadt Schwalenberg mit ihren vielen alten Fachwerkhäusern ist ein kleines Juwel.

Und schon geht’s wieder weiter: auf kleinen kurvigen Straßen bis zur Abtei Marienmünster. Wer möchte, kann hier das Motorrad stehen lassen und den Aussichtsturm auf dem Hungerberg erklimmen. Aber Achtung: der Anstieg hat es in sich. In Vörden müsst ihr euch entscheiden, ob ihr direkt zurück zur Tonenburg fahrt oder noch die Südschleife dran hängt. Die tollen kurvigen Strecken bei Tietelsen und Bosseborn lohnen dies allemal und auch das historische Städtchen Brakel verzaubert mit seinem mittelalterlichen Charme. Eine Erkundungstour durch den historischen Stadtkern bietet sich besonders innerhalb einer Stadtführung an. Und im Sommer lockt ein kühler Trunk aus der staatlich anerkannten Heilquelle »Kaiserbrunnen« (Eisen-Säuerling)


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