Warburg-Hardehausen, Landvolkhochschule und Jugendhaus

Kath. Landvolkshochschule Anton Heinen
des Erzbistums Paderborn
Abt-Overgaer-Straße 1
34414 Warburg-Hardehausen

Tel. 05642 9823-0
zentrale@lvh-hardehausen.de
www.lvh-hardehausen.de

Jugendhaus Hardehausen
Kardinal Degenhardt-Haus
Jugendbildungs- und Begegnungsstätte
des Erzbistums Paderborn
Abt-Overgaer-Straße 1
34414 Warburg-Hardehausen

Tel. 05642 6009-0
info@jugendhaus-hardehausen.de
www.jugendhaus-hardehausen.de

Warburg-Hardehausen, Landvolkhochschule und Jugendhaus

Angesichts einer zunehmenden Verweltlichung des Klosterlebens strebte die im 12. Jahrhundert von Frankreich ausgehende Reformbewegung der Zisterzienser eine Rückkehr zu Armut und Askese an. Auf Initiative des Paderborner Bischofs Bernhard I. von Oesede kamen Angehörige dieses Ordens aus dem niederrheinischen Kloster Kamp 1140 an den östlichen Rand des Eggegebirges, nach Hardehausen - es war ihre erste Niederlassung in Westfalen.
Die abgeschiedene Lage des 1165 zur Abtei erhobenen Klosters war typisch für Zisterzienser. In der Einsamkeit wollten sie gemäß der benediktinischen Regel »Ora et labora« von eigener Hände Arbeit leben, Landwirtschaft und handwerkliche Tätigkeiten spielten dabei eine wichtige Rolle.

Mit der Zeit entwickelte Kloster Hardehausen eine enorme Wirtschaftskraft, die Abtei wurde zu einem der größten geistlichen Grundbesitzer im Hochstift Paderborn. Die ursprünglichen Ideale, zu denen auch die Ablehnung grundherrschaftlicher Organisationsstrukturen gehörte, blieben unterdessen auf der Strecke. Schon im 13. Jahrhundert gingen die Mönche dazu über, bei den auf klösterlichem Besitz ansässigen Bauern Abgaben und Dienste einzufordern.

Die weitläufige Klosteranlage, die vom erfolgreichen Wirken der Zisterzienser zeugt, entstand in ihrer jetzigen Form nach dem 30-jährigen Krieg - Reste der Vorgängerbauten waren teilweise integriert worden. Nach der Säkularisation (1803) als staatliche Domäne verpachtet, zogen 1927 in einen Teil des Gebäudekomplexes erneut Zisterziensermönche ein. Sie mussten Hardehausen 1938 auf politischen Druck verlassen. Danach kurzzeitig eine Trinkerheilanstalt, beherbergte das inzwischen von den Nationalsozialisten beschlagnahmte Kloster ab dem Jahr 1944 eine  nationalpolitische Erziehungsanstalt.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges werden die Gebäude unter anderem als Bildungsstätte für Jugendliche (Jugendhaus Hardehausen mit Jugendbauernhof ) und Erwachsene (Katholische Landvolkshochschule »Anton Heinen«) genutzt. Träger der Einrichtungen ist das Erzbistum Paderborn. Franziskanerinnen aus Salzkotten, die sich 2009 in Hardehausen niederließen, führen indes die klösterliche Tradition weiter.


Öffnungszeiten

Außengelände: täglich
Kreuzgang:
Mo.-Sa. 10:00 - 17:00 Uhr
So.        10:00 - 13:00 Uhr


Führungen Offene Führungen: Juli & August Mi. 15:00 Uhr
sowie auf Anfrage
Vornehmlich für Kinder und Jugendliche auf Anfrage
KulturLandFührer Anni Heiduk
Gottesdienste So. 9:00 Uhr
Kurse/Programm Umfassendes Bildungsprogramm
Bildungsveranstaltungen für Jugendliche und junge Erwachsene, Seminare, Konferenzen
Übernachtung Nur für Grupen und SeminarteilnehmerInnen
Zeltmöglichkeit für jugendliche Gruppen
Persönl.Begleitung Auf Anfrage
Nach Absprache junge Erwachsene bei den Franziskanerinnen

Gastronomie

Im Haus nur für interne Kurse,
öffentl. Gastronomie zu Fuß erreichbar

Rollstuhlgerecht ja
Parkmöglichkeit ja
Bahn/Bus Bus: Linie 223, 594
Wander-/Radweg W: Kreiswanderweg Hx-Süd, A1-A5, A14
R: Lokale Rundtour Warburg, Kloster-Garten-Route
Klostergarten Gesamtanlage Hardehausen, Jugendbauernhof,
Schöpfungspfad im Aufbau

Sehenswert frühgotischer Kreuzgang (restauriert in der Barockzeit), Mauerreste der 1812 abgebrochenen Klosterkirche (Säulenbasilika aus dem 12. Jahrhundert), Michaelskapelle aus dem 13. Jahrhundert, Parkanlage mit Fischteichen, Gartenhaus des westfälischen Barockbaumeisters Franz Christoph Nagel etc. 

Das Jugendhaus bietet Kinder- und Jugendgruppen sowie Schulklassen die Möglichkeit, auf einem kleinen, aber vielseitigen Bauernhof praktische Erfahrungen mit Natur und Umwelt zu machen.
Die Arbeit zielt auf ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Dadurch soll die Freude an der Natur und die Ehrfurcht gegenüber dem Leben gestärkt werden.

Warburg-Hardehausen, Landvolkhochschule und Jugendhaus