Klus Eddessen und das eremitische Leben

Still und abgeschieden, umgeben von den Stationen eines steinernen Kreuzweges, liegt die Klus Eddessen, eine Eremitenklause mit Wallfahrtskapelle, in einem Waldstück zwischen Bühne und Haarbrück. Ursprünglich befand sich an der Stelle das 1447 im Verlauf der Soester Fehde zerstörte Dorf Eddessen. Die verfallene Pfarrkirche ersetzte man nach dem 30-jährigen Krieg durch eine Kapelle, welche 1856 aus Bruchsteinen neu erbaut wurden. Der Kreuzweg entstand 1858. Die Kapelle wurde 1979 und 1992 renoviert.

1990 wird der Dorfbrunnen rechts hinter der Kapelle restauriert und eine Marienstatue aufgestellt – hier können Kerzen angezündet werden. Der große Findling links am Wanderweg vor der Kapelle mit den Jahreszahlen 1447 – 1997 wurde zum 550 Gedenktag der Zerstörung von Eddessen errichtet.

Viele Orte der Umgebung sind mit der Klus verbunden. Kapelle und Einbsiedelei gehören zur katholischen Pfarrgemeinde von Borgholz. Die Kapelle ist dem Heiligen Kreuz geweiht – jeweils im Mai (Gedenken an die Auffindung des Kreuzes Christi in Jerusalem) und im September (Kreuzerhöhung) findet eine Wallfahrt zur Klus statt.

Über Eremitisches Leben in Klus Eddessen berichten die alten Kirchenbücher. Von 1859 bis 1915 betreute "Kluspater", Bruder Ubaldus Bornemann, die Klus. Sein Grab ist vor der Kapelle.  Nach ihm kamen andere Einsiedler, z.B. Bruder Petrus, + 1954. Bis Ende 2012 lebte dort Sr. Benedikta, die aus gesundheitlichen Gründen den Ort verlassen musste. Von 2013 bis 2016 wohnte dort der Kapuziner P. Joachim, zwischen Dezember 2016 und September 2017 Sr. Mechthild. Momentan gibt es keinen Einsiedler auf der Klus.


Klus Eddessen
Klus Eddessen 1
34434 Borgentreich-Borgholz


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Die Klus in Bildern