Ein Zisterzienserorden in Wormeln

Das von den Eversteiner Grafen 1246 in Wormeln gestiftete Frauenkloster war nie sonderlich vermögend. Die Nonnen, die dort nach den Regeln des Zisterzienserordens lebten, verfügten nur über wenig Grundbesitz, zudem gefährdeten Kriege, Überalterung und Misswirtschaft die Existenz. Geldmangel war vielleicht der Grund, dass am Kirchengebäude über die Jahrhunderte hinweg kaum etwas verändert wurde. Die schlichte Architektur des gotischen Saalbaus ist Ausdruck des zisterziensischen Armutsideals.

Überaus reich präsentiert sich hingegen der Innenraum, dessen Ausstattung vom romanischen Taufbecken bis zum Barock-Altar und dem Rokoko-Chorgestühl bemerkenswerte Kunstschätze verschiedenster Epochen umfasst. Die Kirche gehört der katholischen Gemeinde, die früheren Konventsgebäude befinden sich seit der Säkularisation (1810) in Privatbesitz.

Sehenswert:
ehem. Klosterkirche St. Simon und Juda (kath. Pfarrkirche), Barock-Altar, Rokoko-Chorgestühl, romanischer Taufstein (um 1250), Triumphkreuz (1450), gotisches Astkreuz (1480), Strahlenkranzmadonna (1525), Reste von Wand- und Gewölbemalereien in der Krypta, barocke Pietà, Sonnenmonstranz (1749)

Der Kreuzgang des Zisterzienserinnenklosters hat im Jahr 2011 eine neue Nutzung als Kolumbarium (Aufbewahrung von Urnen) bekommen.

 

Kirche am Kloster
Untere Dorfstraße
34414 Warburg-Wormeln

Pfarramt für alle Pfarrgemeinden im Pastoralverbund Warburg
Kalandstr. 8
34414 Warburg

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Fax 05641 744333 9


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Kontakt Kolumbarium
Josef Behrens
Tel. 05641 2824

Wormeln in Bildern