Aufforderung zum Tanz auf dem Vulkan

Gut 150 m ragt der Desenberg aus der Ebene der Warburger Börde auf. Die markante Erscheinung dieses kegelförmigen Berges hat die Menschen schon immer fasziniert. Nicht zuletzt wegen der fantastischen Aussichten, die Ihnen der Gipfel des Berges bietet.

Aber nicht nur auf Menschen übt der Berg eine große Anziehungskraft aus. Zahlreichen Insekten dient er als Landmarke. So auch dem Schwalbenschwanz, dem wohl schönsten heimischen Tagfalter. Im Frühsommer können Sie auf der Kuppe des Desenberges bei sonnigem Wetter den majestätischen Schwalbenschwanz beim „Hochzeitsflug“ beobachten!

Aus Feuer geboren

Beim weithin sichtbaren kegelförmigen Desenberg handelt es sich um einen Basaltschlot, der die Erdoberfläche nie durchbrochen hat. Das Magma ist bereits vorher erstarrt und hat Gestein gebildet, das wesentlich härter ist als das der Umgebung. Im Laufe der Jahrmillionen haben die einebnenden Kräfte der Natur den Desenberg aus der Landschaft heraus präpariert. So ist ein Lebensraum einer speziell angepassten Pflanzen- und Tierwelt entstanden, der aufgrund seiner Einmaligkeit und Seltenheit Teil des Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" ist und damit zu unserem Europäischen Naturerbe gehört.

Auf einem Panorama-Wanderweg, der sich einmal um den Berg windet, ersteigen Sie die rund 80 Höhenmeter. Es erwartet Sie ein fantastischer Rundumblick über die Weite der Warburger Börde, der den Aufstieg allemal wert ist.

 

Der Spiegelritter und der Drache vom Desenberg


Natürlich gibt zu so einem mystischen Ort auch eine Sage, die heute noch in Warburg und Umgebung erzählt wird:

Ein Drache, ein tapferer Ritter und ein besonderer Schild – um den Desenberg bei Warburg rankt sich eine sagenhafte Geschichte.

Der Sage nach bedrohte einst ein Drache die Menschen der Umgebung. Ein junger sächsischer Ritter stellte sich ihm entgegen. Sein besonderer Trick: Sein Schild war mit Spiegeln versehen. Als der Drache sein eigenes Spiegelbild erblickte, wurde er so verwirrt, dass der Ritter ihn besiegen konnte.

Zum Dank soll Kaiser Karl der Große dem Ritter das Land rund um den Desenberg geschenkt haben. Der Sage nach geht auch der Name des Adelsgeschlechts von Spiegel auf den tapferen Ritter zurück. Die drei Spiegel im Familienwappen erinnern bis heute an diese Überlieferung.

Ob sich die Geschichte tatsächlich so zugetragen hat, bleibt ein Geheimnis. Doch sie macht den Desenberg zu einem Ort, an dem sich Natur, Geschichte und sagenhafte Erzählungen begegnen.

Der Desenberg im Film: